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201018 GT Masters RBR 01 DH 3421Die Ausbeute für Florian Janits beim Heimrennen mit Platz 15 & 5 durchwachsen, vor den Rennen in der Lausitz steht er mit Reini Kofler  Gesamt auf P2

Die ADAC GT4 Germany Serie machte an diesem Wochenende auf dem Red Bull Ring in Spielberg Station. Nach dem Nürburgring, Hockenheim und dem Sachsenring war dies in der Steiermark das vierte Rennwochenende. Für den 22-jährigen Burgenländer Florian Janits und seinen oberösterreichischen Partner Reinhard Kofler war es ein echtes Heimspiel, dies auch für das oberösterreichische True Racing Team bzw. Reiter Engineering. Zum Einsatz kam der neue KTM X-Bow GT4  evo. Mit diesem Auto und dem Team gelang es den beiden Piloten bisher zwei Siege, einen zweiten und einen dritten Platz einzufahren. Damit lag man vor dem Heimrennen in der Jahresgesamtwertung an zweiter Stelle. Um zu gewährleisten, dass die Meisterschaft die ganze Saison über spannend bleibt, haben sich die Teams entschlossen, sich den Balance of Performance-Anpassungen (kurz BoP) zu unterwerfen. Hierbei erhalten erfolgreiche Teams für jeden Kurs technische Auflagen, welche die Chancengleichheit in jedem Rennen für die anderen Teilnehmer gewährleisten soll. Trotzdem hoffte man bei True Racing auf zwei gute Heimrennen. In der Qualifikation für das erste Rennen erreichte Florian Janits den 8. Platz und ging aus der vierten Startreihe ins Rennen: 201018 GT Masters RBR 11 DH 8399Mit dem 5. Platz im Sonntagsrennen bleibt Florian Janits Gesamt auf P2
Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.at


1.    Rennen:
Der Beginn des Rennens war für Janits vielversprechend: „Ich hatte einen Superstart und konnte gleich drei Plätze gutmachen. Dann erwischte ich eine Kurve nicht richtig und wurde weiter hinausgetragen. Dadurch war ich bis zum Pflichtboxenstopp und Übergabe des Wagens in einer Safety-Car-Phase an Reini wieder Achter. Leider stellte ich am Ende meines Stints Bremsprobleme fest, die auch zum Ausfall des ABS-Systems führten. Reini kam als 23. wieder ins Rennen zurück, als sich in der Rindt-Kurve unser Wagen plötzlich wegen der Bremsprobleme drehte. Dadurch fiel Kofler aussichtlos auf den 16. Platz zurück. Er machte im weiteren Verlauf des Rennens noch einen Platz gut und wurde 15. Das war für mich und auch für das Team eine große Enttäuschung.“
 
2.    Rennen:
Man konnte den Wagen wieder bestens hinsichtlich der Bremsprobleme in Schuss bringen und Reinhard Kofler konnte in der Qualifikation einen sehr guten sechsten Platz erreichen. Dem Oberösterreicher gelang dann ein sehr guter Start, wobei er als Fünfter einen Platz gutmachen konnte. Von weiter rückwärts stürmte der Däne Möller Madsen heran, der Kofler wieder auf Platz sechs rückte. Mit dieser Platzierung übergab Kofler den KTM X-Bow für die restlichen 28 Minuten an Florian Janits:
Ich konnte als Achter wieder hinaus fahren, habe zwei Teilnehmer überholt und reihte mich an dritter Stelle ein, da die vorderen Autos auf Grund ihrer gestrigen Erfolge längere Stehzeiten in der Box zu absolvieren hatten. Mit diesem möglichen dritten Podiumsplatz wäre ich schon sehr zufrieden gewesen, als sich leider ein Auto von der Strecke drehte und das Safety Car zum Einsatz kam. Beim Restart auf der ansteigenden Start- und Zielgeraden war es mir aber nicht möglich, die hinter mir lauernden beiden Mitbewerber mit wesentlich PS-stärkeren Autos zu halten, damit musste ich mit dem fünften Platz vorlieb nehmen. Grundsätzlich bin ich aber ein starkes Rennen gefahren und habe keine Fehler gemacht. Das lässt mich auf die beiden nächsten Rennwochenende auf dem Lausitzring und beim Finale in Oschersleben hoffen, unseren derzeitigen zweiten Platz in der Jahres-Gesamtwertung noch zu verbessern.“        

201018 GT Masters RBR 11 DH 8389Durchwachsene Heimrennen für Florian Janits auf dem Red Bull Ring
Foto: Dirk Hartung / Agentur autosport.at
Umstellen heißt es für Florian Janits hinsichtlich seinem nächsten Arbeitsplatz in der ADAC GT4 Germany.

Im Cockpit des KTM X-Bow GT4 evo des österreichische True Racing Teams geht es nämlich nicht in den Dünen von Zandvoort, sondern in Deutschland auf den Lausitzring um wichtige Punkte.

Weil Corona auf dem ehemaligen Formel-1-Kurs in den Niederlanden kein Rennen zulässt, wurde das fünfte GT4-Germany-Rennwochenende im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters vom 30. Oktober bis 1. November  kurzerhand in die Lausitz verlegt.

Dort bin ich 2014 einmal gefahren“, sagt Florian Janits, der aber zugibt. „Zandvoort kenne ich besser.“ Obwohl der 22-jährige Burgenländer mit dem dortigen neuen Asphalt auch nicht wirklich vertraut ist. Janits: „So gesehen ist es ist also egal, wo wir fahren. Ich werde mich auch auf dem eher winkeligen und eckigen Lausitzring gut zurechtfinden.“

Mit gemischten Gefühlen blickt Florian Janits, der mit seinem Rennpartner Reini Kofler auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung liegt, aber auch das Team jedoch der viel diskutierten BoP-Anpassung entgegen. Die kompliziert klingende Erklärung dazu: Um eine Seriennähe der Rennfahrzeuge beizubehalten und um die Entwicklungskosten niedrig zu halten, wurde die Balance of Performance eingeführt, um die verschiedenen Fahrzeugkonzepte auf ein Leistungsniveau zu nivellieren. Was auf gut Deutsch heißt, dass den Spitzenteams je nach Charakteristik der Rennstrecke eine angepasste technische Auflage vorgeschrieben wird, um die Chancengleichheit für die Konkurrenz halbwegs aufrecht zu erhalten. „Wenn man uns so wie zuletzt auf dem Red Bull Ring den Ladedruck wieder so minimiert, dann werden wir auch in den zwei Rennen auf dem Lausitzring Probleme haben, ganz vorne dabei zu sein“, fürchtet Janits. Denn niedriger Ladedruck heißt „für unseren Boliden kein hohes Drehmoment und daher auch keinen Boost.“

Wie immer, bleibt Florian Janits aber positiv. „Was auch kommt, wir werden versuchen, das Beste daraus zu machen. In erster Linie ist es wichtig, dass wir überhaupt wo fahren können. Weil wenn man sich die momentane Stimmung auf der ganzen Welt so anschaut, ist das ja gar nicht so selbstverständlich.“

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