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  • Besuch bei einer Diva

In Bowling Green in Kentucky -eine Autostunde nördlich von Nashville im US-BundesstaatTennesse und direkt an der Interstate 65 gelegen - befindet sich die Produktionsstätte einer amerikanischen Sportwagenlegende. Seit 25 Jahren wird dort die Corvette gebaut. Begonnen hatte alles 1953 noch in Flint im Norden Detroits und später in St. Louis (Missouri). Heute trägt Bowling Green stolz den Beinamen "Vette-City".


Sonderparkplatz für eine Ikone
Foto: Auto-Reporter/Stanka

Klar, dass zu einer Ikone wie der Corvette auch ein Museum gehört. Gleich neben dem Werk wurde im Winter 1991/92 das "National Corvette Museum" eröffnet, eine Kultstätte für jeden Sportwagenfan. Dieses Museum mit dem markanten gelben Kegel und dessen roter Spitze ist von einer Stiftung ins Leben gerufen worden, wird also privat finanziert.


Schöne Rücken können auch entzücken
Foto: Auto-Reporter/Stanka

Der Rundgang beginnt selbstverständlich mit der Ur-Corvette aus dem Jahr 1953 in creme-weiß und - untypisch für amerikanische Autos - mit einem Sechs-Zylinder und gerade mal 150 PS befeuert. Dazu erzählt Roc Linkov, der Event-Manager des Museums und Instruktor für Corvette-Fahrsicherheitstrainings: "Da Ford im Anfang 1954 den Thunderbird direkt mit einem Acht-Zylinder-Motor ausgerüstet hat, stand das Überleben der schwachbrüstigen Corvette damals auf der Kippe. So war Ford zumindest indirekt dafür verantwortlich, dass Chevrolet im September 1954 den V8 in die Corvette pflanzte und damit eine Erfolgsgeschichte einleitete, der ihres Gleichen sucht." Der weitere Fortbestand der Corvette ist Chef-Ingenieur Zora Arkus-Dontov zu danken, der sich bei GM für das Überleben dieses Sportwagens einsetzte.


Corvette als Pace car
Foto: Auto-Reporter/Stanka

1956 wurden die ersten Corvettes bei Rennen eingesetzt und brachen gleich Rekorde. So setzte der Chef-Ingenieur Arkus-Dontov selbst einen bahnbrechenden Rekord in Daytona Beach, als er mit einer modifizierten 240 PS starken Corvette einen Durchschnitt von 150,583 Meilen pro Stunde fuhr.


Die Ur-Corvette von 1953
Foto: Auto-Reporter/Stanka

Zora Arkus-Dontov wird im Museum entsprechend gewürdigt. Seine Verdienste und seine Corvette gehören zu den wenigen Ausstellungsstücken, die permanent dort zu sehen sind. Denn bis auf wenige Ausnahmen wechseln die Fahrzeuge im National Corvette Museum. Es sind Autos aus Privatbesitz, von Mitgliedern der Foundation und teilweise auch von General Motors. Das Museum ist besonders stolz, auch Rennwagen und Prototypen zeigen zu können. Pace-Cars vom Indy-500-Rennen sind ebenso vorhanden, wie die einmillionste Corvette.


Die 1-millionste Corvette
Foto: Auto-Reporter/Stanka

Das National Corvette Museum wird von GM mittlerweile auch als Auslieferungszentrum der Corvette genutzt: Die amerikanischen Kunden können dort ihren neuen Wagen abholen und bekommen neben einer Führung durchs Museum auch noch die Gelegenheit, das Werk zu besichtigen. Dieses öffnet dreimal am Tag auch für alle anderen Interessierten die Pforten. In den Werkshallen wird neben der Corvette heute auch der Cadillac XLR hergestellt. Jedes Jahr verlassen über 35 000 Corvette und 4000 XLR das Firmengelände. (Auto-Reporter.net/DS)

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