Race-Romantik am Nürburgring

Die Vergangenheit wird lebendig, wenn die Truppe rund um Initiator Alexander Ferreira an den Rennstrecken auftaucht. Seit dem Jahr 2009 veranstaltet Ferreira das Tourenwagen-Revival und lässt die Boliden der 80er- und 90er-Jahre hochleben.

Es ist eine Reise in vergangene Zeiten, wenn die Motoren von Ford Sierra, BMW M3, Mercedes 190E, im Rover Vitesse, im Audi V8 quattro, Alfa Romeo, Opel Calibra V6 und vielen weiteren Modellen aufdröhnen. Bisher drehten die historischen Tourenwagen bei ausgewählten Veranstaltungen im Rahmenprogramm reine Demonstrationsrunden. Seit dem Jahr 2015 geht es beim Tourenwagen-Revival jedoch um Pokale: die Demonstrationsrunden wurden in Gleichmäßigkeitsprüfungen umgewandelt. Spektakulärer Feuerspucker: Audi 200 Trans Am - Foto: Dirk Hartung/Agentur Autosport.at

„Wir haben uns in den ersten Jahren erst mal langsam an die Sache herangetastet. Mit den Gleichmäßigkeitsprüfungen haben wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung unternommen“, sagt Ferreira. Die Herausforderung für Teilnehmer und Unterhaltung für die Zuschauer sei dadurch wesentlich größer geworden. Ferreira: „das sieht man schon allein bei den Siegerehrungen. Da haben alle richtig viel Spaß.“ Und der stand beim Tourenwagen-Revival auch in der abgelaufenen Saison an oberster Stelle. Bis zu 37 Teilnehmer präsentierten ihre in Eigenregie betriebenen automobilen Schätze. Im Jahr 2015 gaben sie sich bei der Historic Trophy (5. bis 7. Juni) und dem Oldtimer Grand-Prix (7. bis 9. August) auf dem Nürburgring die Ehre. Die dritte Station des Jahres führte die Teilnehmer erstmals nach Österreich. Zwischen dem 7. und 9. September war das Tourenwagen-Revival beim Histo-Cup auf dem Salzburgring zu Gast. Ferreira: „Das war wirklich sehr schön. Ich bin mir sicher, dass dies nicht unser letzter Besuch dort gewesen sein wird.“

Egal an welchen Orten das Tourenwagen-Revival seine drei Gastspiele im Jahr auch gibt: alle Teilnehmer reisen voller Vorfreude an und kehren bestens gelaunt zurück. Im großen Revival-Zelt sind alle – Autos und Fahrer – unter einem Dach untergebracht. Nicht selten ist es der Treffpunkt im Fahrerlager, den mit unter auch ehemalige DTM-Helden wie Roland Asch oder Harald Grohs aufsuchen. Ein reger Austausch in Sachen Ersatzteile und Rennfahrzeuge ist hier an der Tagesordnung. Ferreira: „Wir haben alle viel Freude. Und das ist, denke ich, bei einer Veranstaltung wie der unseren auch das wichtigste.“

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