Starkes Starterfeld der Youngtimer bis 3.000 & TCO - Foto: Ernst GruberAm Freitag wurde bei gutem Rennwetter bereits ausgiebig getestet und das Fahrerlager geordnet bezogen. Rund 180 Teilnehmer aus 9 Nationen waren zum Mozart-Motorsport-Festival nach Salzburg gekommen.

Die Wettervorhersagen wechselten für das Wochenende fast stündlich. Am Samstag hatten wir dann perfekte Bedingungen bei Sonnenschein und dem obligaten „Regenguss“ nach der Veranstaltung gegen 20.00 Uhr. Der Oberösterreicher Christian Maurer schockte die Szene gleich im ersten Qualifying mit einem Spektakulären Überschlag in der Schikane nach Bremsversagen. Er stieg – Gott sei Dank – völlig unverletzt aus dem Wrack aus. Sonntag hat es in der Früh wie aus „Kübeln“ geschüttet, gegen 10.00 Uhr dann wieder trockene Bedingungen, die bis 16.00 Uhr anhielten. Die letzten beiden Rennen wurden dann regelreche „Motorbootrennen“, das die Teilnehmer jedoch meisterlich absolvierten. Gottfried Pilz fuhr beim Mozartpreis einen Doppelsieg ein<br>Foto: Dirk HartungGottfried Pilz fuhr beim Mozartpreis einen Doppelsieg ein
Foto: Dirk Hartung


BMW 325 Challenge – Rennen 1:
Den Anfang machten die BMW Boys mit einem tollen Rennen, ganz nach dem Geschmack der viele Fans auf den Tribünen. Polesetter war der junge Oberösterreicher Gottfried Pilz, der sich auch gleich an die Spitze setzen konnte, gefolgt von Teamkollegen Matthias Heinemann, Heribert Haimerl, Gyögy Makai und Jürgen Huber. Haimerl konnte gleich in der zweiten Runde Heinemann überholen während Jürgen Huber in der Fahrerlagerkurve böse abflog und eine Safety Car Phase auslöste. Der kleine Vorsprung von Gottfried Pilz war somit egalisiert. Er konnte jedoch auch den Restart gewinnen und holte sich den Sieg vor Heribert Haimerl und dem Ungarn György Makai.
Der Niederösterreicher Fabian Ohrfandl drehte die schnellste Rennrunde und wurde hinter Heinemann und Dieter Karl Anton Sechster. 

Histo Cup bis 2500ccm – Rennen 1:
Martin Sahl, Ford Escort, Albert Gallersdörfer, Opel Kadett GTE und Robert Edenhofer, BMW 2002 lieferten sich einen harten Kampf um den Gesamtsieg, den sich letztlich Martin Sahl holt. Das Rennen wurde auf trockener Piste gestartet, danach fing es an zu tröpfeln, das „Geläuf“ wurde zunehmend schwieriger. Nach der 9. Runde wurde dann das Rennen vorzeitig beendet, weil es mit den profillosen Reifen zu gefährlich wurde.Die Klasse bis 1000cc holt sich nach einem tollen und packenden Kampf Bernhard Deutsch, Steyr Puch vor Thomas Kaiser, Mini Cooper und Christian Bernard, BMW 700RS. Heiko Dlugos (AUDI 80) verpasst im ersten Rennen knapp das Podium<br>Foto: Ernst GruberHeiko Dlugos (AUDI 80) verpasst im ersten Rennen knapp das Podium
Foto: Ernst Gruber
Der Italiener Daniele Vettoretti, Mini Cooper holt sich die Klasse K bis 1300cc. Der Schweizer Christian Schober, Renault Alpine kämpfte den Deutschen Michael Baltes, Alfa Romeo GTV regelrecht nieder und holt sich die Klasse bis 1600cc mit einem hauchdünnen Vorsprung von 26 Hundertstel. Die Klasse K bis 2000cc gewinnt Gesamtsieger Martin Sahl vor dem Tiroler Matthäus Rass, BMW 2002 vor Herbert Möglich, BMW 320-4.

Die Klasse STW bis 1600cc gewinnt überraschend der Oberösterreicher Thomas Lehner vor dem Tiroler Gesamtführenden Alexander Wechselberger, beide Alfasud Sprint und vor dem Deutschen Heiko Dlugos, Audi 80. Albert Gallersdörfer holt sich die Klasse STW bis 2000cc vor dem Schweizer Thomas Dätwyler, beide Opel Kadett GTE und dem Oberösterreicher Johann Retschitzegger bei seinem Comeback am Siegespodest. Die Klasse STW bis 2500cc gewann Robert Edenhofer, BMW 2002-16V vor Toni Schell, Ford Escort und dem Italiener Alberto Mondinelli, Porsche 944. 

Histo Cup über 2500cc – Rennen 1:
Der Schweizer Roger Bolliger gewinnt mit seinem Pontiac Trans AM das erste Rennen der großen Kubaturen vor dem Wiener Udo Rienhoff, AC Cobra und dem Deutschen Klaus Möst, BMW 320 Gruppe 5, der eine respektable Leistung bot, hat er doch um rund 300 PS weniger unter der Haube als die beiden Big Bänger.Die Klasse K bis 4000cc holt sich der Gesamtführende Alfred Weissengruber mit seinem BMW 635i vor Reinhold Jungwirth, Porsche 911 RS. Die Klasse K über 4000cc holt sich die Amerikanerin Amanda Hennessy vor dem Schweizer Robert Dubler, beide Chevrolet Corvette und dem Deutschen Gerhard Witzany, Ford Mustang. Die Formel Historic hatte in beiden Rennen feuchte Streckenbedingungen<br>Foto: Ernst GruberDie Formel Historic hatte in beiden Rennen feuchte Streckenbedingungen
Foto: Ernst Gruber


Formel Historic – Rennen 1:
Der Monegasse Valerio Leone holt sich mit seinem March 783 Toyota den Sieg klapp vor dem Deutschen Walter Hoffmann, Dallara 386 und dem Monegassen Fred Lajoux, Chevron B43 Toyota und dem besten Österreicher Roland Wiltschegg, Ralt RT1, der die Pace der Gäste mitgehen konnte.Die Formel Ford Kategorie gewinnt Ewald Lokaj, Van Diemen vor Peter Hinderer, Lotus und Rainer Rosenberg, Van Diemen, der gleich bei seinem ersten Rennen auf dem Stockerl stand. Sieger der Kategorie Sports 2000 wurde Christian Kletzer und die Formel Libre holte sich Karl Rernböck, Ralt RT 30. 

Young Timer bis 3000cc und MINI Cooper Cup – Rennen 1:
Andreas Rehwald holt sich mit dem BMW M3 E36 den ersten Sieg knapp vor dem furios fahrenden Salzburger Herbert Leitner, Toyota Corolla 2.0 und dem schnellsten MINI Cooper Piloten Michael Zasche aus Tirol.Die Klasse bis 1600cc holt sich der Ungar Laszlo Laczko, Renault Clio. In der 2 Liter Klasse platzierten sich hinter dem Sieger Herbert Leitner Dominik Klima, Mazda MX3 als Zweiter und Markus Eder, Ford Fiesta als Dritter. Stephan Piepenbrink, BMW M3 E30 gewinnt die Klasse bis 2500cc vor Bianca Kalkert und Simon Kölbl, beide BMW 325i. Andras Rehwald holt sich die Klasse bis 3000cc vor dem Salzburger Andreas Absmann, BMW 325i 2.7 Touring und Stefanie Klapfenböck, BMW M3. Michael Zasche holt sich die MINI Cooper Wertung vor Philipp Kluckner, beide Tirol und Manuel Weger, Italien.

Young Timer über 3000cc und Touring Car Open über 3000cc – Rennen 1:
Ein besonders spannendes Rennen boten die großen Young Timer, die gemeinsam mit den TCO Piloten am start waren. Die Führung wechselte einige Male zwischen dem Grazer Josef Stadtegger, Porsche 997 und dem Deutschen Stephan Jocher, Porsche 996. Stephan Jocher konnte Josef Stadtegger zweimal knapp hinter sich lasse<br>Foto: Dirk HartungStephan Jocher konnte Josef Stadtegger zweimal knapp hinter sich lasse
Foto: Dirk Hartung
Jocher konnte sich letztlich durchsetzen und gewinnt ganz knapp vor Stadtegger und dem Deutschen Simon sagmeister, Porsche 996. In der Klasse Young Timer bis 3600cc platzierten sich hinter Gesamtsieger Jocher Reinhard Reitberger, Ford Escort Cosworth als Zweiter und Lutz Fischer, Porsche 996 als Dritter. Die Klasse über 3600cc gewinnt der Tiroler Norbert Vögle, Audi S2 Quattro vor dem Schweizer Bruno Wehrli, BMW M5 und Hans Huber Audi V8. Die Touring Car Open holt sich Josef Stadtegger vor Simon Sagmeister, beide Porsche und dem Deutschen Bernd Weiskircher, BMW M3 E 92 V8.

BMW 325 Challenge – Rennen 2:
Qualifying im Regen mit der Pole für Matthias Heinemann knapp vor Gottfried Pilz. Das Rennen dann wieder unter trockenen Bedingungen. Heinemann setzt sich in Führung vor Pilz und dem mächtig drückenden Heribert Haimerl. Piltz fand gleich den Weg vorbei am Teamkollegen und die beiden konnten sich ein wenig absetzen. Heinemann verbremst sich bei der Schikane, muss in den Notausgang und somit schlüpften Haimerl, Makai und Lehel Laczko durch. Dahinter ein harter Kampf um die Plätze, Dieter Karl Anton quetschte sich mit blockierenden Rädern an Zaunbauer vorbei, diese musste ausweichen, Teamkollege Ruhrberg neben ihm bekam das zu spüren und Simon Brenner erwischte Ruhrberg am Heck. Vorne kontrollierte Pilz das Geschehen und gewinnt sicher vor Heribert Haimerl und György Makai. Heinemann und Goede gerieten auf den Plätzen 5 und 6 auch noch aneinander, Heinemann bugsierte Goede hinaus und kassierte dafür eine Strafe, die ihn auf Platz 14 zurück warf. Da er unter „Beobachtung“ war, erhielt er dazu noch eine Zurückversetzung von 10 Plätzen in der Startaufstellung für das nächste Rennen. Pilz führt in der Gesamtwertung vor Heribert Haimerl und György Makai.

Histo Cup bis 2500cc – Rennen 2:
Martin Sahl fuhr als Erster über die Ziellinie vor Toni Schell und Albert Gallersdörfer und Robert Edenhofer. Sahl erhielt eine Zeitstrafe wegen überholen unter gelb und wurde daher als Vierter des Rennens gewertet. Sieger somit Toni Schell, Ford Escort vor Albert Gallersdörfer, Opel und Edenhofer, BMW 2002-16V.

Bernhard Deutsch gewinnt beide Rennen während Thomas Kaiser vorzeitig Feierabend machte<br>Foto: Ernst GruberBernhard Deutsch gewinnt beide Rennen während Thomas Kaiser vorzeitig Feierabend machte
Foto: Ernst Gruber
Die hart umkämpfte Klasse bis 1000cc holt sich wieder Bernhard Deutsch, Steyr Puch vor Christian Bernard, BMW 700RS und Thomas Kaiser, Mini Cooper, der beim Unfall in der letzten Runde richtig viel Glück hatte. Die Klasse bis 1300cc gewinnt der Schweizer Herby Senn, Triumph Spitfire vor dem Italiener Daniele Vettoretti Mini Cooper 1300. Christian Schober holt sich nochmals den Klassensieg bis 1600cc vor Michael Baltes. Martin Sahl gewinnt trotz Strafe die Klasse bis 2000cc vor Matthäus Rasse, BMW 2002 und Herbert Möglin, BMW 320-4.

Alexander Wechselberger konnte beim zweiten Rennen den Spiess umdrehen und gewinnt die Klasse STW bis 1600cc vor Thomas Lehner und Heiko Dlugos. Albert Gallersdörfer gewinnt die Klasse STW bis 2000cc vor dem Steirer Erich Pedrakovits, Ford Escort und Johann Retschitzegger, Audi. Die Klasse STW bis 2500cc holt sich Toni Schell vor Robert Edenhofer und dem Italiener Roberto Strazzeri, Porsche 944.

 

Histo Cup über 3000cc – Rennen 2:
Stark einsetzender Regen unmittelbar vor dem Start des Rennens setzte gleich am Anfang fast alle Fahrer Schach Matt. Mit Slicks war das Rennen (wet race) nicht zu fahren. Alfred Weissengruber im strömenden Rennen bei Mozartpreis<br>Foto: Dirk HartungAlfred Weissengruber im strömenden Rennen bei Mozartpreis
Foto: Dirk Hartung
Schließlich bleiben nur mehr fünf Fahrzeuge auf der Strecke über. Sieger wurde der grandios fahrende Oberösterreicher Alfred Weissengruber, BMW 635i vor dem Tschechen Jaroslav Rejka, Jaguar XJS und Robert Dubler, Chevrolet Corvette C1. David Becvar, lange auf dem zweiten Platz liegend, musste wegen einem gerissenen Keilriemen 4 Runden vor Schluss an die Box. 

Formel Historic – Rennen 2:
Valerio Leone gewinnt vor seinem Landsmann Fred Lajoux, beide Monaco und dem Österreicher Roland Wiltschegg das Rennen und zugleich die Formel 3 Wertung. Den Sieg bei den Formel Ford 1600 holt sich der Wiener Rainer Rosenberg (den viele noch als „Voice“ im Radio Ö3 kennen) in seinem erst zweiten Formelrennen vor Peter Hinderer und Ewald Lokaj. Sieger der Sports 2000 wurde Christian Kletzer, Tiga 86.

Young Timer und MINI Cup – Rennen 2:
Andreas Rehwald, BMW M3 E36 holt sich auch im Regen den Sieg vor Stephan Piepenbrink, BMW M3 E30 und dem schnellsten MINI Cooper Piloten Matthias Jocher. Das gesamte Feld lieferte ein tolles Rennen unter schwierigsten Bedingungen und machten damit eine tolle Werbung für den Motorsport.

Der MINI Cooper Cup begeistert bei jedem Wetter<br>Foto: Ernst GruberDer MINI Cooper Cup begeistert bei jedem Wetter
Foto: Ernst Gruber
Sieger der Klasse bis 1600cc wurde wieder der Ungar Laszlo Laczko, Renault Clio. Die Klasse bis 2000cc gewinnt Dominik Klima vor Markus Eder und Franz Oelmayr. Hinter Sieger Piepenbrink platzierten sich in der Klasse bis 2500cc Markus Kalkert und Simon Kölbl, beide BMW 325i. die 3-Liter Klasse gewinnt Gesamtsieger Rehweld vor Stefanie Klapfenböck, BMW M3 und Andreas Absmann, BMW 325 touring 2.7.Den MINI Cooper sieg holt sich der Deutsche Matthias Jocher mit einer feinen Leistung vor den Tirolern Hannes Auer und Philipp Kluckner. Die MINI Cooper Piloten sind eine absolute Bereicherung der österreichischen Motorsportszene und haben ein großes Zukunftspotenzial. Ziel ist es für 2017 an die 20 Fahrzeuge am Start zu haben.

Young Timer und Touring Car Open – Rennen 2:
Die großen Tourenwagen brauchten drei (1) Startversuche um einen vernünftigen “Grid” zusammen zu bekommen, dann ging es aber los. Stadtegger konnte in der zweiten Runde Stephan Jocher überholen, Jocher blieb ihm aber im Nacken. In der letzten Kurve machte Stadtegger einen kleinen Fehler, Jocher schlüpfte durch und gewann das zweite Rennen knapp vor Stadtegger, beide Porsche vor Kurt Gföhler, BMW V8 und Franz Irxenmayr, Porsche.
Jocher gewinnt die Klasse bis 3600cc vor dem Salzburger Norbert Greger, BMW M3 E46 und Lutz Fischer, Porsche 996. Die Klasse über 3600cc gewann Kurt Gföhler vor Bruno Wehrli und Hans Huber.
Die Touring Car Open gewann Josef Stadtegger vor Franz Irxenmayr, beide Porsche 997 und Bernd Weiskircher, BMW M3 E92 und Alfons Riedweg, Chevrolet Corvette. 

Classica Trophy:
Über 30 Fahrzeuge nahmen an der „Race Regularity“ teil. Die Solowertung holt sich der Halleiner Anton Pink, VW Golf GTI vor Astrid Witzany, Ford Mustang und Auguste Poller, Alfa Romeo. Somit eine neuer Sieger und zwei Ladies am Siegespodest, ein erfreulicher Anblick! Astrid Witzany reitet den Mustang im Regen auf Platz 2<br>Foto: Ernst GruberAstrid Witzany reitet den Mustang im Regen auf Platz 2
Foto: Ernst Gruber


Die Teamwertung sicherten sich Herbert Margreiter / Konnie Aistleitner, Alfa Romeo vor Joachim und Sabine Hofstadler, Porsche 914 und dem Team Zankl sen. und jun., Fiat Barcetta.Pünktlich um 17.30 Uhr wurde die Veranstaltung beendet und der Heimweg angetreten. Genau zum Ende hat auch der Regen wieder aufgehört. Zwei tolle Tage bei gutem Wetter und ein durchwachsender Sonntag sind aber doch eine ganz gute Bilanz bei den seit Wochen vorherrschenden Wetterkapriolen. Wir hoffen, dass alle Fahrer, die Zuschauer vor Ort und im Internet beim 2-tägigen „Livestream“ Programm Spaß hatten.

Das nächste Histo Cup Rennen findet am Pannoniaring / Ungarn von 8 bis 10. Juli 2016 statt.

In Salzburg ist der Histo Cup wieder von 23. bis 25. September 2016 zu Gast mit einem ganz tollen Programm – neben den Histo Cup Serien gastieren die historische Italienische Meisterschaft und das Tourenwagen Revival mit ehemaligen DTM Rennfahrzeugen in „Originalbesetzung“ der Rennfahrer von damals!

Fotos: Ernst Gruber & Dirk Hartung /Autosport.at

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