Alles neu macht der Mai! Beim spätesten Saisonauftakt der Deutschen Cross Country Meisterschaft seit ihrem Bestehen gab es in Walldorf mit fast 1000 Startern nicht nur ein begeisterndes Starterfeld bei der teilnehmerstärksten Offroad-Serie Europas – es gab mit MAXXIS auch einen Titelsponsor, der die Fahrerinnen und Fahrer die ganze Saison begleitend wird. In der Profiklasse sah man wieder bekannte Gesichter vorne und mit Cory Nemeth einen souveränen Sieger.

Mit dem MSC Walldorf setzt die Serie seit vielen Jahren auf erfahrene Cross Country Spezialisten. Bereits zum 13. Mal nahm die GCC-Gemeinde die abwechslungsreiche Strecke unter die Stollen. Immer wieder leistet der aktive Club fast Unmenschliches, um die Piste zu bauen und vor allem während der Rennen in Schuss zu halten. Vom Juniorracer mit nicht einmal zehn Jährchen bis zum routinierten „Jungrentner“ jenseits der Siebzig war bei dem Mega-Breitensportevent alles vertreten. Und auch in den Profiklassen eilt der hervorragende Ruf der Maxxis German Cross Country mittlerweile bis in alle Welt hinaus.

Mit einem Fragezeichen behaftet war das Wetter. Dieses Jahr wurden die Walldorfer aber nicht im Regen stehen gelassen. Das Nass war im Vorfeld der Rennen wohldosiert gefallen und sorgte am ersten Renntag für perfekten Untergrund. Und am Sonntag kam dazu noch die Sonne raus. Phänomenale Bedingungen, wie man sie in Walldorf schon lange nicht mehr erlebt hatte. Alles lief wie am Schnürchen. Es war einfach ein perfekter Start in die GCC-Saison.

Nebenbei: Nicht nur auf der Strecke gab es viel Neues zu sehen, auch MAXXIS sorgte für Eyecatcher, nämlich zwei bildhübschen Gridgirls.

Aus sportlicher Sicht gewann in der Profiklasse Titelverteidiger Cornel „Cory“ Nemeth den ersten Lauf der Maxxis-German-Cross-Country-Serie. Nachdem der KTM-Fahrer schon den Start der Schnellste war, baute der gebürtige Ungar bis zum Ende der zwei Stunden Renndistanz seinen Vorsprung auf über drei Minuten vor Kawasaki-Fahrer Kevin Zdon aus.

Im Verlauf der zwei Stunden kämpfte Nemeth mehr mit überrundeten Fahrern als mit der Konkurrenz: "Mindestens dreimal bin ich fast gestürzt. Es war so schwierig zu überholen - gerade im Wald war es ziemlich eng."

Besonderes Pech hatte Tomi Peltola: Der Finne wird dieses Jahr in der GCC statt in der Deutschen Enduro Meisterschaft antreten und kam vom Start auch gleich als Zweiter weg. Doch der GasGas-Fahrer ist gesundheitlich angeschlagen, seine Lungenfunktion ist eingeschränkt, und so musste er im Rennen eine kleine Pause einlegen. Am Ende holte er den sechsten Platz.

Nicht am Start waren die angemeldeten Schweden - verletzungsbedingt mussten sie kurzfristig absagen. Lediglich Rasmus McCartney kam und holte einen vierten Platz hinter dem Supermoto-Spezialisten Michael "Michi" Herrmann auf der Suzuki.

Fünfter wurde Jens Pester auf der Sherco - womit allein schon bei den Pro-Fahrern sechs verschiedene Motorradmarken am Start waren.

Weitaus spannender wurde es in der Expert-Klasse: Diese gewann am Ende Tim Apolle auf der 125er(!)  Husqvarna, die er sonst auch im Enduro einsetzt. Da Apolle noch 17 Jahre alt ist, darf er beim Enduro keine größere Maschine fahren (Führerschein erforderlich) und will sich nicht an verschiedene Motoren im Verlauf einer Saison umgewöhnen.

Dass sein Konzept aufgeht, zeigte sich am Ende nun auch beim Cross-Country, denn obwohl er nach dem Start nur Sechster war, konnte er sich an die Spitze des Feldes arbeiten. "Damit hatte ich selbst nicht unbedingt gerechnet - ich wollte zwar unbedingt unter die Top 5 kommen, nachdem es beim Start gar nicht so schlecht gelaufen war, aber dass ich dann in Führung war, hat mich selbst überrascht."

Apolle hatte allerdings auch einen Trainingsvorsprung. Er war am Samstag bereits zwei Stunden den Lauf in der Junior-Klasse gefahren - und hatte da schon gewonnen.

Ergebnis Klasse XCPro
1. Cory Nemeth (DE), HTS KTM / KTM Deutschland, KTM, 02:06:18,605, 16 Lap(s)
2. Kevin Zdon (DE), Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil, Kawasaki, 02:09:47,773, 16 Lap(s)
3. Michael Herrmann (DE), Suzuki Inernational DSR, Suzuki, 02:12:05,141, 16 Lap(s)
4. Rasmus McCartney (SE), , KTM, 02:07:52,317, 15 Lap(s)
5. Jens Pester (DE), Sherco-Zap Racing, Sherco, 02:09:56,132, 15 Lap(s)

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