• Triestingtal-Rallye: Offene Rechnung

Nach dem sehr erfolgreich beendeten Test-Lauf bei der Pirelli-Lavanttal-Rallye sind Dr. Christian Nitsche und Stefan Langthaler nunmehr bestens darauf vorbereitet, den ersten Lauf der Austrian Rallye Challenge in Angriff zu nehmen. Das große Saisonziel ist ja, bei möglichst vielen dieser Ein-Tages-Veranstaltungen möglichst weit nach vorne zu kommen, und das am Besten schon von Beginn an. Und diesen markiert bekanntlich die Triestingtal-Rallye bei Weißenbach im niederösterreichischen Industrieviertel.

Zu dem grundlegenden sportlichen Ehrgeiz, für ein gutes Ergebnis das Maximum zu geben, kommt im Falle der Triestingtal-Rallye noch ein zweiter bedeutender Aspekt hinzu, zumindest aus der persönlichen Sicht des Fahrers: Es gilt, sich für das im vergangenen Jahr erlittene Pech bei eben dieser Veranstaltung zu revanchieren. Ein Pech, wie es kaum schmerzlicher sein hätte können: Nach (nicht „auf“) der letzten Prüfung, auf dem Weg zum Rallye-Ziel, blieb der Wagen von Dr. Christian Nitsche, damals noch ein Subaru Impreza, mit einem totalen Getriebeschaden liegen. Denn dieser Schaden am Getriebe war tatsächlich so „total“, daß an ein Weiterfahren überhaupt nicht mehr zu denken war.

Wie gewonnen, so zerronnen – konkret war in diesem Fall ein sechster Platz in der Gesamtwertung, der nach dem Beenden aller Sonderprüfungen an sich schon so gut wie sicher war, verloren gegangen. Aller Einsatz war damit umsonst.

Aber irgendwie war er trotzdem nicht völlig vergebens, denn jetzt wußte man zumindest: Dr. Christian Nitsche kann wirklich sehr schnell sein. So weit vorne bei einer Rallye war er davor noch nie. Es war also zumindest eine wertvolle Selbstbestätigung.

Die hat sich seither schon einige Male wiederholt, durchaus auch mit Erfolgen, und mit Stefan Langthaler als Copilot und dem Mitsubishi Lancer Evo V von Johann Holzmüller ist Dr. Christian Nitsche heute besser für den Kampf gerüstet denn je. Daß es in diesem Jahr noch härter sein wird, bei der Triestingtal-Rallye vorne dabei zu sein, ist anhand der gestiegenen Konkurrenz leicht erkennbar, aber da sollte das zusätzliche Jahr an Fahrpraxis mit starken Allrad-Fahrzeugen doch gute Dienste erweisen.

Hochkarätig ist das Feld der Gegner allemal: Als Sieganwärter kommen vor allem Franz Wittmann Junior, Antonio Marchioro und Oscar Vettore in Betracht, neben diesem ungleichen Mitsubishi-Trio ist aber auch Subaru-Vertreter Michal Riecica aus der Slowakei in hohem Maß zu favorisieren. Für seine Schnelligkeit auf Schotter besonders bekannt ist Mag. Markus Benes (Mitsubishi – Stohl Racing/ARC-Führender der Saison 2005), als nicht minder talentiert gilt Franz Sonnleitner, der diesmal einen Mitterauer-Celica probiert – es wird mit Sicherheit keine Spazierfahrt werden. Die Liste der eingeschriebenen ARC-Piloten beinhaltet auch einiges an hochkarätigen Leistungsträgern, man denke nur an Sascha Plöderl (Mitsubishi Lancer Evo III), Johannes Simmer (Mazda 323) oder Christian Riegler (Lancia Delta). Es sind noch einige mehr, denen mit größter Vehemenz entgegenzutreten ist, wenn es darum gilt, die offene Rechnung mit der Triestingtal-Rallye aus dem vergangenen Jahr zu begleichen.

Und zu dem ist Dr. Christian Nitsche fest entschlossen, so viel steht fest. (Andreas Lugauer)

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