Colin McRae – Sein Leben am LimitColin McRae – der unvergessene Champion und Rallye-Weltmeister von 1995 kam am 15.9.2007, genau vor 10 Jahren bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben. Sein Leben am Limit ist jedoch bis heute unvergessen.



„We’re here for a good time, not a long time” – das war einer der markanten Sprüche von Colin McRae, der sich leider als allzu wahr erwies.McRae 1995 Catalunya Subaru Impreza 555McRae 1995 Catalunya Subaru Impreza 555 McRae kam am 15. September 2007 im Alter von 39 Jahren bei einem Helikopter-Unfall ums Leben.

 

Zehn Jahre später ist der Schotte aber längst nicht in Vergessenheit geraten. Ausstellungen, Events und Bücher wie die McKlein-Biografie „Colin McRae – Sein Leben am Limit“ halten die Erinnerungen an einen außergewöhnlichen Fahrer und Menschen lebendig.

Als Colin McRae, sein Sohn Johnny und zwei Freunde an jenem schwarzen Samstag ums Leben kamen, verlor der Rallyesport eine seiner bekanntesten Persönlichkeiten.

 

Colin war ohne Zweifel einer der schnellsten Rallye-Fahrer seiner Ära. Der Schotte wurde 1995 Rallye-Weltmeister und gewann als erster Pilot überhaupt 25 WM-Läufe. Die großen Erfolge machten ihn zwischenzeitlich zum bestbezahltesten Rallyefahrer der Geschichte.

„We’re here for a good time, not a long time”„We’re here for a good time, not a long time”McRae war aber nicht nur für seine großen Siege, sondern auch für seinen spektakulären Fahrstil berühmt. Colin driftete wilder und sprang weiter als die gesamte Konkurrenz und wurde so zum absoluten Publikumsliebling – auch dank seiner Alles-oder-Nichts-Mentalität.

Für Colin gab es nur Sieg oder Kleinholz. Nicht selten endete seine Jagd nach Bestzeiten in einem tiefen Graben oder Mehrfach-Salto.

Abseits der Rallyepisten war McRae nicht weniger beeindruckend.

Als er 1991 zum Subaru-Prodrive-Team von David Richards wechselte, war er noch ein schüchterner Junge aus der schottischen Provinz. Im Laufe der Jahre zeigte er jedoch auch seine Seite als Entertainer und Spaßvogel. Um die Kinder seiner Beifahrers Derek Ringer zu beeindrucken, lieh er sich eine Stretch-Limo und fuhr sie als Chauffeur durch die Gegend, oder er versteckte seine Socken in der Hummer-Tagliatelle eines Freundes.

 

Besonders wild ging es nach den Siegen zur Sache. Da wurde das Bord-Bistro einer Boeing 747 geplündert, Fahrräder und Kanus landeten in Hotelpools. Und wenn Colin etwas mit Motor in die Hände bekam – egal ob es sich dabei um einen Ferrari, ein Motorrad oder ein Jetski handelte -, dann verfolgte er stets sein anderes Lebensmotto: „If in doubt, flat out.“ „Colin McRae – Sein Leben am Limit“ von David Evans und Colin McMaster„Colin McRae – Sein Leben am Limit“ von David Evans und Colin McMaster

„Colin war rundrum ein klasse Kerl“, sagte F1-Fahrer David Coulthard. „Ich war stolz auf ihn als einen schottischen Landsmann an der Spitze des Motorsports“, fasste Jackie Stewart zusammen. Und Christian Loriaux, der als Ingenieur bei Subaru und Ford mit Colin McRae zusammenarbeitete, sagte: „Colin war ein Freigeist, er war uns ist mein größter Held.“

Diese drei Vollblut-Motorsportler sind nur drei der vielen Menschen, die im McKlein-Buch „Colin McRae – Sein Leben am Limit“ ihre persönlichen Erlebnisse mit der schottischen Rallye-Legende schildern.

 

Die Autoren David Evans und Colin McMaster sprachen mit den engsten Vertrauten McRaes und stellten so ein sehr intimes Porträt über den Rallye-Weltmeister zusammen. Neben den Anekdoten von Familie und Freunden enthält das Werk ein Best-of aller McKlein-Bilder des „fliegenden Schotten“ – auf und abseits der Rallye-Prüfungen.

 

Das Resultat ist eine kurzweilige Hommage an eine der größten Persönlichkeiten der Rallyegeschichte – und einen Mann, der viel zu früh von uns gegangen ist.

Colin McRae – Sein Leben am Limit“ von David Evans und Colin McMaster (deutschsprachige Ausgabe: ISBN 978-3-927458-63-5) wurde 2013 herausgebracht und ist im gut sortierten Fachhandel für 49,90 Euro erhältlich.

 

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