• Vieles wurde im Vorfeld der Waldviertel Rallye im VRTT organisiert und neu strukturiert...

Vieles wurde im Vorfeld der Waldviertel Rallye im VRTT organisiert und neu strukturiert. Da waren zum einen die Kunden, die Autos mieteten oder besaßen und deren Co Piloten aber kurzfristig abhanden gekommen waren. Dieses Problem hatte für die Waldviertel Rallye auch VRTT Chef Georg Gschwandner, der schon länger wusste, dass Stammbeifahrerin Simone bei der Waldviertel Rallye verhindert sein würde.

Im Rahmen des zwei Wochen vor der Rallye stattgefundenen Schottertesttages des Rallye Teams Mühlbauer sollte die Zusammenarbeit mit einer anderen Co Pilotin getestet werden! In der zweiten Runde landete man problematischer Weise auf dem Dach! Fazit: leichte Beschädigungen am Schwedenschiff, schwere Beschädigung am Ego der Beifahrerin, die, obwohl es sich nur um eine Zeitlupenrolle gehandelt hatte, den Dienst quittierte.

Mehr als gleichwertigen Ersatz fand man aber sofort in Person der ambitionierten Kristina Wallner. Die Tochter, schwer vorbelastet durch eine beifahrende Mama, forderte schon alleine durch ihren Ehrgeiz und durch ihre ambitionierten Vorbereitungen im Training alles von Georg Gschwandner ab.

Auch VRTT Kunde Kurt „Apotheker“ Putz wurde im Vorfeld mit einer neuen Co Pilotin in Person der erfahrenen Nina Wassnig ausgestattet. Die Hauptaufgabe bestand in der richtigen Unterstützung des Piloten, welche niemand hätte besser vermitteln können, als eben Nina Wassnig! Ein weiteres Schiff wurde vom mittlerweile in die VRTT Familie adoptierten Johann Drapela gechartert. Da auch dieser berufsbedingt einen Ausfall seiner Stammbeifahrerin hinnehmen musste, wurde auch für dieses Auto eine charmante Vorbeterin in Form von Nina Mairunteregg organisiert.

Alles klar hingegen war bei der Besatzung Michi Pap/Marlies Mandl, die ebenfalls den Schottertag des Team Mühlbauer in Anspruch nahmen.Ebenfalls mitbetreut wurde wiederum das HS Technik Team Wurm/Varga. Gefreut haben sich alle mächtig auf eine der bestorganisiertesten und anspruchsvollsten Rallyes in Österreich.


Martin Wurm/ Erich Varga

Martin Wurm/ Erich Varga 3. Platz Klasse Elch:
Die Brüder waren voll motiviert ins Waldviertel gekommen. Martin hatte scheinbar endlich Erfolg mit seinem Regentanz. Der Ex Rallyecrosser liebt feuchte, schlammverschmierte Asphaltpassagen. So gesehen war er im Schlaraffenland des Rallyesports unterwegs, und das sehr flott! Nach vorsichtigem Beginn arbeitete sich das Duo immer weiter nach vorne. Zu Gute kam ihnen dabei mehr ihre Konstanz als - wie man vielleicht meinen könnte - Ausfälle unmittelbarer Konkurrenten.
Denn auch als beispielsweise Jürgen Praschl noch fuhr, war man immer in Schlagdistanz und auf manchen Sonderprüfungen auch schneller als der Neo-Berndorfer.
Es wäre zwischen den beiden sicher ein spannendes Duell bis zum Ende um den dritten Elch Platz geworden, hätte Praschl seinen Volvo nicht im Waldviertler Unterholz geparkt, welches der Front seines Wagens wenig behagte.

Der kurze Zeit später nachfolgende Wurm erkannte zwar das Problem des in die Fahrbahn ragendenden Elchpopos früher als so manch anderer, musste aber doch einen leichten Körperkontakt in Kauf nehmen, um an dem wenig vorteilhaft geparkten Praschlgefährt vorbei zu kommen.
Da sich Wurm am ersten Tag der Rallye einen komfortablen Polster auf seine Verfolger herausgefahren hatte, konnte er es am zweiten Tag eher taktisch angehen!
Allzu langsam war er aber trotzdem nicht, und so wurde er schlussendlich mit dem dritten Platz in der Klasse Elch belohnt! Gespannt darf man auf eine sicherlich weitere Steigerung in der nächsten Saison warten!


Johann Drapela/Nina Mairunteregg

Johann Drapela/Nina Mairunteregg 4. Platz Klasse Elch
Im Frühjahr durch die Teilnahme an der Triestingtal Rallye schwer Volvo infiziert, nutze man die Waldviertel Rallye als nächsten Einsatz mit dem schwedischen Schwergewicht!
Wie schon erwähnt musste auch hier eine Beifahrerin organisiert werden!
Der Zufall ergab, dass das VRTT einen fertigen Rallyevolvo aus Oberösterreich ankaufte und die dazugehörige Beifahrerin gleich okkupiert wurde.
Johann ging gewohnt ruhig und besonnen zur Sache!
Am zweiten Tag wurde man ehe man sich versah nach den Ausfall von Jürgen Praschl in den Kampf um Platz drei in der Klasse Elch verstrickt!
Als man zu der Stelle kam, an welcher der Praschlwagen mit der Nase voran in einem Graben steckte, erkannte man, dass die einzige Möglichkeit, die Stelle ohne weiteren Blechschaden an einem der Volvos zu passieren, darin bestand, eben gerade dort vorbeizufahren, wo Praschl wild gestikulierend um Mitleid rang, das Tempo doch herauszunehmen und so den Hinterteil seines Elchs zu verschonen.
Jürgen erkannte die gewählte Linie von Hans in letzter Sekunde und brachte sich in Sicherheit!
Das Drapelaschiff kam ohne Feindberührung vorbei....
Auf der letzten Manhartsbergüberquerung wäre fast noch ein Baum vors Auto gesprungen, letztendlich landete man auf dem beachtlichen vierten Platz und gab den Volvo wie schon im Triestingtal ohne Kratzer an VRTT Chef Georg Gschwandner zurück!
Seinen berühmt berüchtigten Charme zeigte Hans, indem er seiner Beifaherin (die ja sooooooooo gerne selber mit dem Volvo fährt) auf den Etappen die meiste Zeit das Steuer überließ!
Da die von Hans mitgebrachten 15er Schotterhammerl noch immer genügend Profil aufweisen, können ab sofort Wetten über eine Triestingtalbeteiliung 2009 entgegengenommen werden!


Michael Pap / Marlies Mandl

Michael Pap / Marlies Mandl 5. Platz Klasse Elch
Das neben Elch Cup Gewinner Markus Stachl und Martin Wurm wohl konstanteste Duo des Jahres freute sich sehr darauf, endlich wieder Schotter unter die Elchhufe zu bekommen!
Einziger Wermutstropfen der Veranstaltung: Auf Grund beruflicher und privater Verpflichtungen von Michael musste die Besichtigung minimiert werden!
Aber es wäre nicht der Familiengeist des VRTT, hätte man nicht auch hier eine Lösung parat!
So fuhr Marlies beim Besichtigen eben die Nachtsonderprüfungen auf der Rücksitzbank des Trainingselches von Georg mit!
Heikler wurde es schon, als die beiden auch keine Zeit mehr fanden die Superstage abzugehen!
Man behalf sich einfach der Firma Rank Xerox und kopierte den Schrieb von Georgs Aushilfsbeifahrerin Kristina Wallner.
Bei den ersten Sp´s des Tages ging man ambitioniert zur Sache und war fallweise gleich einmal schneller als Mitfavorit Jürgen Praschl!
Die vorhin erwähnte Superstage ließ Marlies Pulsfrequenz geringfügig steigen, als sie in einer Links 2-3 lang lang die Noten des Gschwandner Schriebs las und Michi cool fragte: „Simma eh richtig?“ - Sie waren richtig!
Zwei weitere Top Drei Zeiten am zweiten Tag unterstrichen die Liebe Michis zu Straßen mit wenig Haftung!
Kaum hätte man sich im Vorfeld der Rallye gedacht, um den dritten Klassenplatz mitkämpfen zu können.
Leider Gottes verhakte man sich dann für längere Zeit mit dem Unterfahrschutz an einem wenig vorteilhaft platzierten I-Träger neben einem Schranken!
Die Versuche von der 47kg Marlies den 1300kg Schwedenpanzer vom I-Träger zu schieben, muteten den Vergleich mit „in die Donau spucken“ an!
Aber auch als Michi schob und Marlies das Gaspedal drückte, tat sich nichts!
Aufgeschreckt durch die eher unrhythmische Lärmkulisse kamen einige Zuschauer vorbei!
Problematischer Weise wollten einige davon nicht schmutzig werden!
Auch die Idee „er braucht hinten a Gwicht“ und das Einlagern der Zuseher im Kofferraum - mittlerweile waren es richtig viele - aber wer den Kofferraum des Volvos kennt, weiß, auch die österreichische Nationalmannschaft hätte samt Gattinnen Platz darin gefunden und sich endlich sinnvoll betätigen können, brachte nicht den gewünschten Erfolg!
Letztendlich nahm man ein zufällig vorbeikommendes Seil, um gerade noch in der Ausschlusstoleranz zu bleiben!
Fakt ist: Gerade auf Schotter ist das Duo Pap/Mandl im Laufe der Saison zu ernstzunehmenden Gegnern herangewachsen!


Kurt Putz / Nina Irina Wassnig

Kurt Putz / Nina Irina Wassnig
Es war im Vorfeld der Rallye immer wieder das Gleiche, wenn bei VRTT Chef Georg das Telefon läutete. Entweder waren die Fahrer nervös, ob das Auto rechtzeitig fertig werden würde oder sie riefen an, weil ihnen die rechte Seite abhanden gekommen war.
Doch auch hier wurde rasch eine Lösung gefunden!
Die normalerweise im flotteren, sterileren, aber garantiert nicht so lustigen Rallyeumfeld unterwegs seiende MCL 68 Clubkollegin Nina erklärte sich (fast) spontan bereit Kurt zu unterstützen!
Nun stand Kurt geringfügig unter Druck, hatte er doch eine Vollblutbeifahrerin an seiner Seite, die normalerweise durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist!
Auch Kurts Besichtigungsmöglichkeiten sind aus beruflichen Gründen oft stark eingeschränkt!
Man machte aber das Beste daraus, und dank logistischer Unterstützung des VRTT brachte man eine halbwegs passable Besichtigung zustande!
Die erste SP wurde gut absolviert, und Kurt war mit Nina an der Seite voll motiviert!
Nicht zuletzt deswegen, weil Nina während der Ansage auch noch Zeit fand, Kurt Verbesserungsvorschläge bezüglich der Fahrweise zu unterbreiten!
Nichts desto trotz rutschte man bereits in SP 2 einen Wiesenabhang hinunter, der Wagen blieb völlig unbeschädigt, aber mangels Allrad und Traktion kam man nicht mehr auf die Piste!
Plötzlich entdeckte Kurt eine gute Fee namens Steyr 8060 oder so ähnlich!
Kurt brauchte nicht drei, sondern- genügsam wie er nun mal ist, der Herr Apotheker,- nur einen Wunsch, und schon war man kurz vor dem Schlusswagen, mit mächtig vielem Rückstand, aber immerhin wieder im Rennen.
Die nächsten Sp´s wurden naturgemäß etwas vorsichtiger absolviert!
Doch immerhin schaffte man es am ersten Tag, den Volvo als Ganzes ins Park Ferme zu stellen.
Der zweite Tag begann für das Duo verheißungsvoll, was man an den gefahrenen Zeiten erkennen konnte!
Offensichtlich trug Ninas konstruktive Kritik Früchte!
Als die Mechaniker des VRTT´s gelangweilt im vorletzten Service Routinearbeiten an den Rallyeelchen verrichteten, kamen plötzlich Kurt und Nina völlig unerwartet mit einem mächtigst verbogenen Volvo ins Service!
Ein Waldviertler Nadelbaum hatte sich nachhaltig in die rechte hintere Seite des Volvos verirrt.
Kombizange, Seitenschneider und Schlagschrauber wurden fallengelassen, und mit einem 25kg-Schlegel wurde der unter einem gröberen Parkschaden leidende Putzelch wieder fahrbereit gemacht!
Was aber zu befürchten war, trat auf der nächsten SP ein, die arg zerstörte Karosserie hinderte beim Einfedern das Rad am Rollen, und somit musste man leider kurz vorm Ziel aufgeben!
Das im Vorfeld der Rallye diskutierte, für die nächste Saison angedachte Outfit des Boliden, muss nun kurzfristig vorverlegt werden, da man am 6. Dezember in Ungarn wieder an den Start gehen möchte! (VRTT machts wieder gut)


Georg Gschwandner / Kristina Wallner
Vollmotiviert ging Kristina zur Sache und trieb Georg beim Besichtigen schon mächtigst an!
Die von der rallyebeifahrenden Mami bis in die Haarspitzen angesteckte Kristina machte ihre Sache sehr, sehr gut!
Die Taktik der beiden war: Am ersten Tag sehr auf Sicherheit zu fahren und am zweiten Tag voller Angriff!
Ausgesehen hätte das so, dass der Rückstand auf die Favoriten Schögler und Stachl in Grenzen gehalten hätte werden sollen!
Mit einem absoluten Sicherheitslauf war man nach der ersten Sp aber trotzdem deutlich in Front!
Doch leider bereits auf der zweiten SP quittierte Getriebe und Kupplung den Dienst, und man musste den Elch am Straßenrand abstellen.
Da man genau neben einem Actionpoint ausgefallen war, an welchem auch ein Getränkestand mit gesunden und sicherlich auch weniger gesunden Getränken vorhanden war, überlegte man kurzfristig, diesen zu plündern!
Besann sich dann aber doch eines Besseren (??) und ließ sich zurück ins Service bringen, um dort dann am nächsten Tag unterstützend tätig zu sein!
Schade, da von den Straßenverhältnissen und dem Rennablauf sicher einiges möglich gewesen wäre!

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