Mit einer tadellosen Leistung hat sich Daniel Spiller vom AC Landshut am vergangenen Wochenende den Sieg bei der FIM Youth Gold Trophy gesichert. Bevor es jedoch an die sportliche Entscheidung ging, absolvierten die Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm, bei dem sie unter anderem auch hinter die Bande wechseln und in die Rolle des Schiedsrichters schlüpfen mussten.

Nach der Begrüßung der Teilnehmer am vergangenen Mittwoch startete sofort das intensive Programm, das mit einer Regelschulung durch FIM Referee Chris Durno (GB) begann. Die Pressekonferenz im Landhotel Schloss Teschow Daniel Spiller gewinnt FIM Youth Gold Trophy - Foto: Daniel Sieversrundete den ersten Tag der FIM Youth Academy ab.

Am zweiten Tag stand nach dem gemeinsamen Frühsport und einem Mentaltraining unter Christian Macha das erste Bahntraining auf der Strecke an. Der letzte Tag der FIM Youth Academy startete am Freitagvormittag mit einer technischen Schulung. Die geplante zweite Trainingseinheit auf der Bahn fiel dann der schlechten Witterung zum Opfer. Chris Durno sprang ein und stellte die Teilnehmer der FIM Academy vor knifflige Entscheidungen. Per Video zeigte der Referee den Nachwuchstalenten diverse Sturz- und Abbruchsituationen und lies sie über die Vorfälle und die daraus folgenden Disqualifikationen entscheiden. „So gut wie nie herrschte Einigkeit, wer den jeweiligen Abbruch verschuldet hat und wer disqualifiziert wird. Mit dieser Einheit wollten wir das Verständnis der Sportler für die Entscheidungen eines Schiedsrichters sensibilisieren“, berichtet Teamchef René Schäfer.

Zu den Rennen um die FIM Gold Trophy präsentierte sich das Oval dann wieder in einem guten Zustand, sodass die Rennen am Samstag und Sonntag wie geplant gestartet werden konnten. Der erste Renntag endete dann mit einem tollen Erfolg für Daniel Spiller, der mit Punktemaximum den ersten Renntag beendete. Für Nachwuchstalent Onno Rykena bedeutete der erste Renntag leider bereits das Ende. Nach zwei Laufsiegen aus den ersten drei Läufen stürzte Rykena und konnte das Rennen ohne gängiges Motorrad nicht mehr fortsetzen, sodass am zweiten Renntag aus deutscher Sicht nur noch Daniel Spiller, Sandro Wassermann und Richard Geyer ins Rennen gingen.

Im ersten Lauf des zweiten Durchgangs gab Daniel Spiller dann seinen einzigen Zähler im ganzen Wettbewerb ab, als erDaniel Spiller gewinnt FIM Youth Gold Trophy - Foto: Daniel Sievers dem Russen Roman Lakhbaum unterlag. Im vierten Durchgang sollte es zur Titelentscheidung kommen: Daniel Spiller traf auf den Russen Arslan Fayzulin, seinem stärksten Widersacher. Spiller gewann den Start und übernahm die Führung während Fayzulin in der ersten Kurve spektakulär zu Sturz kam und als Abbruchverursacher ausgeschlossen wurde. Spiller gewann den Wiederholungslauf und schaffte so bereits eine vorzeitige Entscheidung.

Sandro Wassermann und Richard Geyer kamen insgesamt auf jeweils 17 Punkte und beendeten die FIM Youth Trophy auf den Plätzen sechs und sieben. Bemerkenswert war das Abschneiden der Tschechin Michaela Krupickova, die im Stechen um Platz drei ihren Landsmann Michal Prucha schlug und als erste weibliche Starterin eine FIM Medaille gewinnen konnte.

Teamchef René Schäfer konnte nach Abschluss der Veranstaltung ein durchweg positives Fazit ziehen: „Sportlich gesehen bin ich sehr stolz auf Daniel Spiller, der ein starkes Rennen fuhr und verdient gewinnen konnte. Auch die anderen deutschen Teilnehmer haben starke Leistungen geboten und konnten sich gut platzieren. Viel Lob erhielten wir von offizieller Seite für die Ausrichtung und Durchführung der FIM Youth Academy und der FIM Gold Trophy. Dieses Lob möchte ich natürlich gerne an den gesamten MC Bergring Teterow weitergeben. Die Zusammenarbeit in der Vorbereitung und während der Veranstaltung war mehr als hervorragend und organisatorisch haben die Teterower eine Meisterleistung abgeliefert. So wurden die 16 Rennläufe am Sonntag inklusive Bahndienst, in rekordverdächtigen anderthalb Stunden durchgezogen. Leider war aufgrund der kühlen Witterung der Zuschauerzuspruch mit 700 Zuschauern an beiden Tagen nicht ganz wie erwünscht.“

Text: Manuel Wüst, sowie die Bilder
Fotos: Daniel Siever

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