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elektroauto larm 2019Die einen mögen Elektrofahrzeuge wegen den nicht vorhandenen Lärm-Emmissionen - für Andere  fehlt der Sound der mit Automobilen in Verbindung gebracht wird.

Wenn wir von Elektroautos sprechen, dann kommen diese meistens leise, kaum hörbar daher. Viele Stadtmenschen freut das. Ruhe kehrt endlich ein. Doch damit könnte bald Schluss sein. Innerlich ist die Sehnsucht der Käufer groß, ein richtiges Auto zu kaufen. Der Sound gehört einfach dazu. Viele vermissen das bei einem Elektroauto.

Doch nicht nur das ist der Grund. Seit 2019 gibt es auch eine gesetzliche Pflicht  zum künstlichen Lärm. Ein E-Auto war bisher einfach zu leise und wurde so zu einer Gefahrenquelle im Straßenverkehr. Seit diesem Sommer müssen Hybrid- und E-Autos Geräusche von sich geben. Fußgänger und Radfahrer sollen so die Autos auch bei geringem Tempo hören können. Ein wenig paradox klingt das schon. Manche reden von Panikmache. Andere sehen darin wieder ein neues Geschäftsmodell. Elektroautos mit künstlichem Lärm werden aber nun zum regulären Straßenbild gehören.

Warum künstlicher Lärm
Ein gutes Beispiel für den Grund sind wir Fußgänger. Wenn wir eine Straße überqueren, richten wir uns häufig nach dem Gehör. Das „Hören“ ist dabei oft wichtiger als das Sehen. Ein Elektroauto, das langsam fährt, gibt aber praktisch keine Geräusche von sich und kann so tatsächlich zu einer Gefahrenquelle werden.

Aus diesem Grunde hat die US-Behörde für Verkehrssicherheit eine neue Vorschrift erlassen, wonach E-Autos lärmen müssen. Bei den älteren Modellen muss demnach ein Warngeräuschgenerator nachgerüstet werden. Aber nicht nur in den USA besteht diese Pflicht. Auch in Europa gibt es seit 2014 eine Geräusch-Vorschrift für Elektroautos. Ab Juli 2019 müssen dann alle neuen Typen mit dem Warngeräuschgenerator ausgestattet sein. Alle älteren Fahrzeuge haben für die Nachrüstung ein Jahr Zeit.

Ein E-Auto ist damit wie ein elektrischer Kamin. Was bringt ein E-Kamin, wenn es keine Geräusche gibt.

Geräusche simulieren
Bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h sind die Geräuschwiedergaben Pflicht in Europa. In den USA sogar bei Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h. Fahren die Autos schneller, reicht in der Regel das normale Rollgeräusch, das von den Reifen übertragen wird.

Wie der Klang aber aussehen muss, ist noch nicht vorgeschrieben. Allerdings sollten diese realistisch klingen. Musikstücke dürfen also nicht abgespielt werden. Hier könnte eine weitere Einnahmequelle der Tuning-Anbieter entstehen.

Autos dürfen nicht leise sein
Die Zeiten ändern sich ständig. Früher war der Umweltschutz verpönt. Heute ist es das Top-Geschäft. Früher sollten Fahrzeuge leiser werden. Heute hingegen müssen sie Lärm machen, um die die Sicherheit zu garantieren. Dabei geht es auch um die Käufer. Wer möchte schon einen Sportwagen ohne einen richtigen Sound. Stellen Sie sich einen Ferrari vor, der flüsterleise über die Autobahn jagt. Eine Horrorvorstellung für jeden Autoliebhaber.

Elektroroller bald auch mit Sound?
Elektroroller sind nicht der neuste Schrei. Aber seit kurzem sind sie auch in Deutschland zur Nutzung im Öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Folgt man den Lärmauflagen der E-Autos müssten auch die E-Roller dementsprechend nachgerüstet werden.

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