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  • Eine Saisonbilanz – und welche Pläne Team-Eigner Lukas Lichtner-Hoyer für 2007 hat . . .

Erstmals war 2006 mit „RaceAlliance“ ein rein Österreichisches Team – mit Sitz im niederösterreichischen Oberwaltersdorf – mit einem Red Bull Aston Martin DBR9 in der FIA-GT-Weltmeisterschaft im Einsatz. Einem Sieg in Mugello und Platz 2 in Dijon stehen fünf Ausfälle gegenüber. Macht Rang 6 bei den Teams und Rang 9 für Karl Wendlinger und Philipp Peter in der Fahrerwertung.


RaceAlliance - Österreichisches Team zieht Saisonbilanz

Team-Eigner Lukas Lichtner-Hoyer zieht eine – sehr offene - Bilanz: „Zu Beginn der Saison war unsere Erwartungshaltung zu hoch. Als neu gegründetes Team dachten wir, dass wir gleich alles niederreißen und aufs Podest fahren würden. Die Realität hat uns schnell eingeholt. Spätestens dann, als wir feststellen mussten, dass die Serie heuer extrem kompetitiv war. Eine Platzierung unter den topp Drei war nur möglich, wenn das Auto in jeder Hinsicht perfekt abgestimmt war, die richtige Taktik bei den Boxenstopps gewählt wurde und die Fahrer keinen Fehler machten. Wir sind jedoch mit Problemen bei der Fahrzeugabstimmung gestartet. Wir hatten die Technik dieses neuen Autos, des DBR9, noch nicht verstanden und konnten daher sein Potenzial in der ersten Saisonhälfte nicht nutzen. Erst seit Le Castellet ist uns der Knopf aufgegangen. Seit diesem Rennen waren wir konkurrenzfähig und einer der Sieganwärter.

Und wie sehen es die Piloten?
Karl Wendlinger: „Wir hatten gewisse Anfangsschwierigkeiten, die sicher auch mit der kurzen Vorbereitung zu tun hatten. Nachdem wir bei den Reifen und der Abstimmung richtig aussortiert waren, klappte es. Ab dem fünften Saisonlauf waren wir konkurrenzfähig, wobei ich speziell mit der zweiten Saisonhälfte sehr zufrieden bin. Unser Aston Martin DBR9 ist von der Abstimmung sicher nicht einfach zu betreuen. Da haben wir auf jeden Fall noch ein Polster!

Philipp Peter: „Wir waren zum Saisonstart alle sehr begeistert. Ein österreichisches Team mit österreichischen Fahrern – einfach toll. Leider hat es dann einige Zeit gedauert, bis sich alles eingespielt hat. Wobei das bei einem neuen Team sicher an der Tagesordnung steht. Wir haben aber aus den Fehlern gelernt, sind dann immer besser in Schwung gekommen. Und dann haben sich auch die Erfolge eingestellt. Schade nur, dass die Meisterschaft jetzt vorbei ist!

Das absolute Highlight . . .
. . . war natürlich der Sieg in Mugello! Lichtner-Hoyer: „Ein Sieg ist selbstverständlich die höchste Motivation und Bestätigung für ein Rennteam. Umso mehr als es sich nicht um einen Zufallsieg sondern um die Fortsetzung der steigenden Form des Teams seit Le Castellet und Dijon, wo wir Zweiter wurden, gehandelt hat.
Mugello war aufgrund der Wetterbedingungen ein schweres Rennen und es ist eine besondere Auszeichnung, dass wir die Maserati auf Ihrer Hausstrecke schlagen konnten.“

Die Auftritte in der GT2-Klasse
Lichtner-Hoyer: „Für Thomas Gruber und mich war es die erste Saison in der GT2. Dementsprechend haben wir uns auch nicht allzu viel erwartet. Enttäuschend war aber, dass der Porsche 996 RSR gerade seit dieser Saison nicht mehr konkurrenzfähig war gegen die Ferrari von Michelotto. Ich sehe die Saison daher als Trainings-Läufe, bei denen wir sehr viel gelernt haben und auch auf dem Porsche schneller geworden sind. Es wird sich zeigen, ob Porsche nächstes Jahr eine Antwort auf die Dominanz der Ferrari haben wird. Leicht wird's nicht.“

AUSBLICK 2007
Lichtner-Hoyer: „Fix ist, dass RaceAlliance als ersten Saison-Höhepunkt Mitte Jänner an den 24-Stunden von Dubai teilnehmen wird. Wir werden mit einem starken Team den Porsche RSR einsetzen. Fahren werden Karl Wendlinger, Philipp Peter, Georg Silbermayr und ich.“

Und welche Überlegungen gibt es sonst noch? „Aus heutiger Sicht ist der Einsatz von zumindest einem GT1 in der FIA GT für 2007 geplant. Trotzdem prüfen wir auch Alternativen und es ist durchaus möglich, dass wir nächstes Jahr auch in einer anderen Serie antreten werden. Auch der Einsatz unseres zweiten DBR9 in der FIA GT im Rahmen des Gentleman Cup oder auch als zweites Profiauto ist ein Thema für uns. In der Garage der RaceAlliance stehen derzeit zwei DBR9, ein Porsche RSR und ein Porsche 997 Cup. Den Porsche Cup erwägen wir entweder im Porsche Sports Cup oder möglicherweise in der neuen Serie ADAC GT Masters einzusetzen. Zusätzlich könnten wir mit dem einen oder anderen Kundenauto erscheinen. Warten wir's mal ab.

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