150419 BR03 HJM 3117

„Der Mann hat Nerven wie Drahtseile“, das waren die ersten anerkennenden Worte von einem der es wissen muß und das ist kein geringerer als Porsche Pilot Rupert Schwaiger, der dem NÖ Karl Schagerl VW Rallye Golf Turbo TFSI – R spontan zum 2. Tagessieg in Folge gratulierte. Dieser Erfolg hing aber an einem seidenen Faden, weil der VW Pilot im 1. Rennlauf nur mit einer sensationellen Fahrzeugbeherrschung seinen am Heck ausbrechenden Boliden auf der Straße hielt. Davon unbeeindruckt brannte er in Lauf 2 und 3 jeweils eine Bestzeit in den Pöllauberger Asphalt und erzielte nach Lödersdorf mit 54,66 sec. seinen heuer bereits 2. Streckenrekord. Am Ende blieb er mit einer Gesamtzeit von 1:49.78 min. als einziger unter der 1.50 min. Schallmauer und sicherte sich damit vor dem Koglhofer Rupert Schwaiger 1:51.75 den Gesamtsieg über alle Klassen.

Eine sensationelle Leistung mit Platz 3 bot Gaststarter und Hill Climb Cup Sieger 2014 Nikolay Zlatkov aus Bulgarien auf seinem infernalischen Audi Quattro S1. Der sympathische Audi Pilot war vom Umfeld, der anspruchsvollen Strecke und der imposanten Zuschauerkulisse begeistert und sollte es keine Terminüberschreitungen geben wird man ihn auch 2016 wieder in Pöllauberg am Start sehen.
Nikolay Zlatkov aus Bulgarien auf seinem infernalischen Audi Quattro S1 - Foto: Hansjörg Matzer/Agentur Autosport.at

Seinen X-ten Motosportfrühling mit einer Top Performance legte Bergrallyeurgestein Ewald Scherr auf seinem Ford Escort mit Platz 4 an den Tag. Beste Werbung für sein Heimrennen am 3. Mai in Paldau. Mit Platz 5 einmal mehr eine Spitzenplatzierung gab es für den Mürztaler Werner Karl im wunderschönen Audi S2R Quattro. Als bester 2 Liter Pilot erzielte der Südsteirer Andy Marko STW Audi A4 Quattro die 6. beste Gesamtzeit.

Klassenergebnisse des Herzog Motorsport Bergrallyecups powered by Fundgrube:

E1 + 2000 ccm 4WD
Tages, Klassensieg und Streckenrekord, der NÖ Karl Schagerl und sein VW Rallye Golf Turbo TFSI – R sind ein derzeit unschlagbares Duo. Im 1. Rennlauf knapp an einem Abflug vorbeigeschrammt, gab er in den restlichen 2 Wertungsläufen nochmals richtig Gas und sicherte sich den 2. Sieg in Folge, vor einem sensationell agierenden Ewald Scherr Ford Cosworth der nach dem Motto „Zwickt`s mi i glaub i tram“ seinen 2. Platz fast nicht fassen konnte. Ein starkes Rennen fuhr einmal mehr der Langenwanger Werner Karl Audi S2R Quattro, der mit Platz 3 ein tolles Ergebnis erzielte. Gastgeber Felix Pailer Lancia Delta Integrale war nach seinem Getriebeschaden beim Auftakt mit Platz 4 durchaus zufrieden. Thomas Holzmann fuhr mit seinem neu aufgebauten Mitsubishi EVO 6 kontinuierlich gute Zeiten, am Ende reichte es zu Platz fünf. Werner Hofers erstes Rollout mit dem Ford Escort Cosworth kann mit Platz 6 als gelungen bezeichnet werden. Platz 7 mit einer beherzten Fahrt schlußendlich Herbert Neubauer im Lancia Delta Integrale. Pech für den Kärntner Hannes Kaufmann der nach einem technischen Defekt nach Lauf 1 W.O. geben mußte.

E1 + 2000 ccm 2WD
Der Koglhofer Rupert Schwaiger Porsche 911 Bi – Turbo dominierte einmal mehr die 2 WD Klasse, der Gleisdorfer Manuel Seidl Porsche 997 GT3 Cup sorgte auch diesmal für einen Doppelsieg der Zuffenhausener Sportwagenschmiede. Mit Platz 3 erzielte Markus Hochreiter im Seat Ibiza Turbo ein Top Ergebnis, ebenso Thomas Weberhofer im Lotus Omega Bi – Turbo mit Platz 5 ein achtbares Ergebnis vor VW Käfer Pilot Karl – Heinz Schauperl, der immer wieder das Maximum aus seinem Gerät herausholt. Karl – Heinz Binder mußte nach einem unfreiwilligen Ausrutscher in die Botanik in Lauf 2 seinen Ford Sierra RS 500 aufladen, daß gleiche galt für Andreas Müller der nach technischem Defekt erst gar nicht die 3 Rennläufe fahren konnte.

E1 – 2000 ccm
Karl-Heinz Schauperl - immer am Limit mit seinem Käfer - Foto: Hansjörg Matzer/Agentur Autosport.at Das die Südsteiermark nicht nur exzellente Weine produziert, sondern auch hervorragende Rennfahrer hat, bewies einmal mehr Andy Marko im STW Audi A4 Quattro der aber diesmal hart kämpfen mußte um einen sehr stark fahrenden Thomas Strasser jun. Im WV Scirocco auf Distanz zu halten. Nach dem Ausfall beim Saisonauftakt konnte Michael Wels ebenfalls VW Scirocco diesmal über Platz 3 jubeln. Christopher Neumayer brachte zum 1. Mal seinen neu aufgebauten Ford Escort NPM – IRS an den Start und konnte mit Platz 4 durchaus überzeugen. Stark auch wieder der Leobener Heiko Fiausch im Opel Astra GSI mit Platz 5, Drifterkönig Hermann Blasl bestätigte seine gute Form und erreichte auf seinem Opel C Kadett 16V Rang 6 vor dem NÖ Jürgen Halbartschlager im VW Golf 17. Diethard Sternads Generalprobe im STW Alfa Romeo 156 gelang perfekt, daß bewies Rang 8. Auf Platz 9 reihte sich der NÖ Michael Emsenhuber im VW Corrado ein. Die Top 10 beschließt Alexander Wolf im Peugeot 306 Maxi. Manfred Majkovski wird 11. im Renault Megane, wird jedoch wieder öfters sporadisch in den Rennoveral schlüpfen. Die Plätze 12 – 14 belegten mit guten Leistungen 3 VW Golf Piloten, nämlich Werner Jud, Jürgen Steiner und der Kärntner Hermann Miklautz. Stefan Grabner im Opel Kadett belegte Platz 15 vor Newcomer Ado Ramic im Honda Civic Type R. der junge Patrick Baumegger belegte im Peugeot 206 RC Platz 17.

Ausgefallen leider Martin Povoden Renault Megane, Daniel Angermann VW Golf GTI und die einzige Dame im Feld Beate Steiner Seat Ibiza.

E1 – 1600 ccm
Fest in NÖ Hand ist diese Division wo Manuel Michalko im Citroen Saxo RP4 einen weiteren Sieg feiert. Eindrucksvolle Vorstellung für Christian Speckl mit Platz 2 im VW Golf GTI. Andreas Krammer auch diesmal im Alfa Romeo 33 wieder auf dem Podest. Manuel Blasl wird guter 4. vor Dominik Rabl aus St Anna am Aigen der Platz 5 belegt. Robert Wagner wird guter sechster, alle auf VW Golf. Honda Civic Piloten Michael Schnidar und Michael de Cillia belegten die Plätze 7 und 8.
Nach technischen Defekten am Nachmittag nicht mehr am Start, Hans – Jürgen Hafenscherer VW Golf.

E1 – 1400 ccm
Großer Jubel beim Rallyeclub Semriach. Gerald Pucher peitscht seinen Suzuki Swift MK1 zum Sieg in dieser Klasse vor Christoph Tilzer ebenfalls Suzuki GTR der ein tolles Rennen fährt. Der 3. Suzuki Pilot Jakob Löffler belegt den letzten Stockerlplatz. Günter Strohmeier Alfa Sud und Johannes Holzer VW Polo mußten nach Lauf 1 die Segel streichen. Nach einem Überschlag konnte Manfred Meinhard seinen etwas kaltverformten Renault Clio frühzeitig aufladen.

Division A/H + 2000 ccm
Hier eilt der Weizer Stefan Wiedenhofer im Mitsubishi EVO 9 R4 weiter von Sieg zu Sieg. Ihm am nächsten kam der Kärntner Benjamin Duller Mitsubishi EVO 6 vor Rallyetalent Kevin Raith im Opel Corsa.

Division A/H – 2000 ccm
Karl Schagerl ist auch 2015 eine Klasse für sich - Foto: Hansjörg Matzer/Agentur Autosport.at Der Feldbacher Patrick Lorenser ist weiterhin die Nr. 1 in seinem Honda Civic Type R. Stefan Grünauer wird im Peugeot 206 S1600 der ein echter Blickfang ist toller zweiter vor Christian Tschemer aus Kärnten der kontinuierlich gute Zeiten fährt. Mit Thomas Lickel Platz 4 und Bernd Werfring als fünfter gibt es hier eine ‚Opel Astra Armada. Thomas Harrer im Alfa Romeo 145 und Manfred Pieber Seat Ibiza GTI belegen die Plätze 6 und 7.

Klasse N/H + 2000 ccm
Heimkehrer Hannes Zenz aus Tragöß im Mitsubishi EVO 9 war bei den Produktionswagen diesmal nicht zu schlagen. Dieter Holzer konnte im Mitsubishi EVO 8 wichtige Meisterschaftspunkte sammeln. Die Top 3 komplettiert der Piregger Reinhold Taus im Subaru Impreza WRX STI.

Klasse N/H – 2000 ccm
Hier gab es einen Doppelsieg für die Marke Honda. Es siegt Chris – Andre Mayer vor Helmut Harrer der immer besser in Fahrt kommt. Wolfgang Schutting erreicht mit Platz 3 im Renault Clio einen weiteren Stockerlplatz. Vierter wird Herbert Pfeifer im Honda Integra obwohl er im 3. Lauf einen Abstecher ins Grün absolvierte. Auf Platz 5 schließlich Ewald Horvadits aus NÖ ebenfalls auf einem Renault Clio.

Historisch + 2500 ccm
Nicht nur ein toller Sound, sondern auch eine Augenweide der Audi S1 von Harald Neuherz der einen weiteren Sieg an seine Fahnen heftet. Hinter ihm auf Platz 2 und 3 die beiden Porsche Piloten Reinhold Prantl und Engelbert Gressl.

Historisch – 2500 ccm
Mario Krenn, wer sonst? Der Ford Escort Pilot legte auch diesmal eine tolle Performance hin und siegte mit 1.9 sec. auf den Semriacher Walter Martinelli auf Alfa Romeo GTV und Markus Gremsl im Schwedenbomber einem Volvo 740 16V. Der NÖ Franz Haidn wird guter 4. vor einem weiteren NÖ Manfred Zöchling VW Golf GTI.
August Gratzer mußte seinen Lancia Beta Montecarlo nach technischen Problemen bereits im Training abstellen.

Historisch – 1600 ccm
Der Kitzbühler Josef Obermoser siegt hier im Alfa Romeo Sud vor Patrick Ulz ebenfalls Alfa Sud. Platz 3 geht hier an Thomas Tkaletz im VW Golf GTI vor Rudolf Sporer im Alfa Romeo 1.6 Liter.

Division E1, E2, SH
Als Vorbereitung für den EM Bergmeisterschaftslauf am Rechberg machte der Bulgare Nikolay Zlatkov Zwischenstation in Pöllauberg. Der tolle Sound und spektakuläre Fahrstil des Audi Quattro S1 Piloten riss die Zuschauer von den Klappstühlen. Mit einer Grandiosen Leistung belegte er den 3. Gesamtrang, gewann seine Klasse vor dem Kroaten Mario Jurisic auf einem Opel Vectra STW und wird wahrscheinlich auch 2016 in Pöllauberg am Start sein.

Nächster Lauf: Sonntag 3. Mai 2015 in Paldau b. Feldbach, Veranstalter FC. Edelsgrub mit den Fahrern Ewald Scherr und Manuel Blasl

Fotos: Hansjörg Matzer/Agentur Autosport.at

Copyright © 1998 - 2018 Agentur Autosport.at 
Der Inhalt dieser Seite unterliegt, soweit nicht anders vermerkt, dem Copyright der Agentur Autosport.at. Texte, Bilder, Grafiken sowie alle weiteren Inhalte dieser Seite dürfen, weder im Ganzen noch teilweise, ohne unsere vorherige schriftliche Zustimmung vervielfältigt, verändert, weitergeleitet, lizenziert oder veröffentlicht werden.


Impressum - Datenschutz - Cookie Policy

Zum Seitenanfang